Glossar Multisensorisches Marketing

Acoustic Branding - Avatar

 

 

Acoustic Branding/Akustisches Branding

 

Siehe –> Audio Branding

 

 

Acusto-optische Kommunikation

 

Siehe –> Audiovisuelle Kommunikation

 

 

Acoustic/Akustisches Branding

 

Siehe –> Audio Branding

 

 

Acoustic/Akustisches Logo

 

Siehe –> Audio Logo

 

 

Akustisches Produktdesign

 

Design eines charakteristischen Klangs für Industrieprodukte/Waren: Fahrzeuge, Telefone, PCs, Haushaltsgeräte, Lebensmittel (Chips und Kekse, Geräusche beim Öffnen von Flaschen oder Verpackungen usw.).

 

 

Akustisches Signal

 

Generell: eine Hörschallwelle, die aus Sprache, Musik, Geräuschen resultieren kann, im Frequenzbereich von ca. 10 bis 20.000 Hz liegt und somit für das menschliche Ohr wahrnehmbar ist. Spezifischer: ein einzelner Ton oder eine kurze Abfolge von Tönen zur Ankündigung bestimmter Ereignisse, z.B. als Start- oder Warnsignal.

 

 

Ambient Media

 

Werbemedien, die im direkten, lebensweltlichen Umfeld des Menschen platziert werden – von der Gaststätte bis zum Supermarkt, von der U-Bahn bis zum Fitness-Studio. Auch nicht-klassische Form der Außenwerbung.

 

Die gängigste Definition lieferte bisher die w&p Marketing GmbH (1999): „Ambient Media sind Medienformate, die im Out-of-Home Bereich der Zielgruppe planbar konsumiert werden.“ Neben plan- und buchbaren Medien (u.a. Postkarten, WC-Plakate, Bierdeckel) gibt es die sog. Stunt Ambient Media – einmalige Aktionen, häufig mit Schockeffekt, die PR generieren sollen.

 

Die Gattung bringt immer neue Werbemöglichkeiten hervor und setzt auf überraschende sowie unaufdringliche, häufig auch auf sinnliche Ansprache, z.B. gebrandete U-Bahn-Haltegriffe,sprechende Zapfsäulen, witzige und sinnenfreudige Indoor-/Telefonzellen-/Verkehrsmittelplakate, Installationen am Flughafen etc.

 

Synonyme: Ambient Marketing, Ambient Advertising

 

 

Ambient Sound

 

Auch Klanglandschaft oder Soundscape genannt. Umfasst sowohl die natürliche Geräusch-, Sprach- und Klangkulisse des Umfeldes als auch die künstlerische/artifizielle Komposition/Klangcollage, die auf Ambient-Tönen basiert und Atmosphäre schaffen soll.

 

Nach einer mehrjährigen, internationalen Studie von Millward Brown/Martin Lindstrom (1999-2004) besteht in Geschäften eine 65-prozentige Chance auf Stimmungserhellung, wenn positiv aufgeladene Musik im Hintergrund läuft.

 

 

Aroma/Sensorik

 

Griechisch: ároma = Gewürz, Duft, Parfüm

 

Spezifischer Geruch und/oder Geschmack, der sich durch chemische Verbindungen entwickelt. Empfindung, die aus dem Zusammenspiel von Geschmackssensoren und Geruchsrezeptoren entsteht. Beim Kauen werden sowohl der Geschmack über die Geschmacksknospen als auch das Aroma wahrgenommen: Die beim Verkosten eingeatmete Luft erwärmt sich im Mund- und Rachenraum und mit ihr die Aromastoffe, die so zu den Rezeptoren der Nase aufsteigen können. Die zwei chemischen Sinne verstärken sich gegenseitig, ihre Informationen werden vom Gehirn als gemeinsamer Eindruck dekodiert.

 

Siehe auch  >> Olfaktorik<<>> Gustatorik<<

 

Aromadesign

 

Kreation eines motivierenden und distinguierenden Aromas bzw. einer Aroma-Welt.

 

 

Aromen/Zusatzstoffe

 

Konzentrierte Lösungen von Geruchsstoffen aus natürlichen, naturidentischen oder künstlichen Aromastoffen, die das Eigenaroma verstärken bzw. ein neues Aroma bilden.

 

 

Audio Branding

 

Schaffung oder Adaption einer unverwechselbaren Klangidentität, basierend auf den Kennwerten der Marke und synchronisiert mit anderen identitätstragenden Markenelementen.

 

Die Inszenierung der Markenidentität über das Gehör ist ein Prozess, in dem interne und externe akustische –> Touchpoints durchkomponiert werden: vom PC-Signal über Telefonwarteschleife und Podcast bis zu Spots und Messeständen. Die zugeordneten akustischen Elemente wie Klang, Musik, Sprache verbinden sich zu einer –> Audio CI. 

 

Ziel ist es, die Marke unterscheidbar und wiedererkennbar zu machen sowie sie emotional zu verankern. Denn Klänge, Melodien, Rhythmen wecken Emotionen und Assoziationen, können sich einprägen und auch kulturelle Grenzen überwinden, wirken im 360°-Radius auch ohne bewusste Hinwendung. Laut Schätzungen werden bisher über 30% der Markenkommunikation über akustische Signale geführt.

 

 

Audio CI/Corporate Audio

 

Alle akustischen Elemente, die in orchestrierter Form eine Marke definieren (Klangidentität), abgestimmt auf die umfassende –> Corporate Identity.

 

 

Audio-Design/er

 

Komposition und Produktion u.a. von Werbemusik, Filmmusik, Musik für Veranstaltungen, Vertonung von Websites, Videospielen etc.

 

 

Audio-Logo

 

Der einzigartige Klang einer Marke – eine mit der Marke verbundene Tonabfolge, die kurz und prägnant ist: Mini-Musikstück/Erkennungsmelodie, Vers/Reim, Geräuschkomposition sowie Kombinationen dieser Elemente.

 

Das Audio-Logo läutet Markenauftritte ein und aus, vermittelt in Bruchteilen von Sekunden eine positive Botschaft, die mit der Marke verbunden ist. Beispiel: „Yippie ja ja yippie yippie yeah“ (Hornbach), Herzschlag (Audi), „Weil ich es mir wert bin“ (L’Oreal), Telekom >> Jingle >>.

 

 

Audio-visuelle Kommunikation

 

Kombination/Vernetzung akustischer und optischer Elemente.

 

 

Audio-visuelles Logo

 

Marken-Erkennung über ein Logo, das visuelle und auditive Elemente verbindet.

 

 

Auditiv

 

Alles den Gehörsinn betreffende.

 

 

Authentizität

 

Griechisch: authentikós = echt

 

„Als Original befunden“, als Bezeichnung persönlicher Ursprünglichkeit: mit sich eins sein, einmalig und einzigartig sein. Authentisch: echt, glaubwürdig, zuverlässig sein. In Bezug auf Marke: wahrer/bewiesener Marken-Benefit.

 

Entscheidend dafür, was als authentisch akzeptiert wird, ist das Gefühl oder wie es Martin Lindstrom in seinem Buch „Brand Sense“ (2005) ausdrückt: „Sensory authenticity ... another vital aspect of sensory branding. Things have to feel credible, real, and genuine - even if it’s coming from an artificial place. That’s the paradox.“

 

 

Avatar

 

Emotional besetzte Zweitidentität im Netz oder virtueller Character/Presenter z.B. einer Marke.