
Je nach Drehrichtung dehnt sich die Spirale aus oder bildet einen tiefer werdenden Trichter. Wendet man den Blick ab, scheint sich die Umgebung wie im Zeitraffer zu verengen bzw. zu erweitern. Der Sehsinn "balanciert" aus. (Bildquelle: Phänomania Erfahrungsfeld)
Wie unsere Sinne funktionieren und wechselwirken gehört zum Basiswissen für multisensorisches Marketing. Lehrbücher dazu wälzen ist eine Sache, selbst mit allen Sinnen erkunden eine andere und zudem die wirkungsvollere Methode.
Das Phänomania Erfahrungsfeld auf der Essener Zeche Zollverein aktiviert die sinnliche Wahrnehmung an über achtzig Versuchsstationen auf 1.500 Quadratmetern. In spielerischer Interaktion können die Besucher selbst sinnliche Phänomene erzeugen und beobachten, wie die Augen sehen, die Ohren hören, die Nase riecht, die Haut fühlt und der Körper schwingt.
Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne entwickelte der Essener Hugo Kükelhaus, der sich u.a. mit der Beziehung zwischen Umwelt und menschlichen Sinnen beschäftigte und bereits in den 60er Jahren Spielgeräte konstruierte, die der sinnlichen Verkümmerung aufgrund zunehmender Technisierung entgegenwirken sollen. Nach diversen Gastspielen wurde das Erfahrungsfeld sesshaft und zwar im denkmalgeschützten Fördermaschinenhaus der Zeche Zollverein, Essen, Schacht 3/7/10 (täglich geöffnet).
2006 wurde Phänomania in das Erfahrungsfeld integriert. An interaktiven Stationen können die Besucher in spannende naturwissenschaftliche Bereiche eintauchen – sich schwerelos fühlen, auf festem Boden das Gleichgewicht verlieren oder in die Unendlichkeit schauen ...
Weitere Informationen: