
Markenklänge schallen bisher vor allem aus TV und Radio. Jetzt gibt es neue Instrumente, die (PET) Flaschen, Dosen und Verpackungen in akustische Markenbotschafter verwandeln. Ihre Entwickler sind die Berliner Packaging Spezialisten Angelo D’Angelico und Jan Dietrich. Die Patente für die so genannten Sounding Caps wurden im Juli 2011 auch vom Europäischen Patentamt abgesegnet.
Das technische Verfahren hinter den „klingenden Verschlüssen“ ist simpel und maschinengängig. Wie Jan Dietrich betont: „Uns war klar – Mehrkosten und eine Verlangsamung der Supply-chain darf es nicht geben, wenn wir unsere Technologie am Markt platzieren. Daher haben wir Lösungen entwickelt, die hoch effektiv und ohne großen Materialaufwand funktionieren. Zudem haben wir hohen Wert auf eine nachhaltige Umweltverträglichkeit gelegt. Dies schloss die Verwendung jeder Form von Elektronik aus.“
Für Erfrischungsgetränke, Bier und Mixgetränke gibt es bereits drei unterschiedlich designte Klänge. Auch andere Verpackungsformen z.B. Konserven, Behälter für Reinigungsmittel und Kosmetika können via Sounding Caps gebrandet werden. Eine spannende neue Möglichkeit, um Marken zu differenzieren und durch sensuelle Gestaltung emotional hoch wirksam zu kommunizieren. Die Nachfrage ist längst da. Wie Angelo D’Angelico ausführt: „In Zeiten immer uniformerer Produkte werden wir seit Jahren bezüglich der Möglichkeit gefragt, den Öffnungsklang von Produkten zu individualisieren. Besonders wichtig war uns, diese Neuerungen auf Patenthöhe zu heben. Somit können unsere Lizenznehmer auf einen hohen Markenschutz und eine enorme Individualisierung des eigenen Produktes vertrauen.“
Die Frist für Interessenbekundungen und konkrete Angebotsabgabe läuft bis zum 15.09.2011. Die Verwertungsrechte werden nach dem „best offer will run“ Prinzip vergeben.