„Man kann nicht nicht multisensorisch kommunizieren“

Das multisense® Forum in München

Schon mit dem dritten Event der multisense® Veranstaltungsreihe wurde die ursprüngliche Vision einer echten Branche der Multisensorik zumindest für die Dauer des Kongresses greifbar. In München trafen sich am 16. November 2011 rund 200 Teilnehmer aus der Markenartikel-Industrie, Unternehmen und Agenturen, um multisensorisches Wissen und Know-how zu sammeln und zu teilen, neue Kontakte zu knüpfen und Anregungen für ihre Marketingpraxis zu finden.

 

Olaf Hartmann, Acting Partner des Multisense Instituts, stimmte die Teilnehmer auf das Kongressprogramm ein.

Der Kongress mit Workshop-Fokus tagte in einer der angesagtesten deutschen Event-Locations – dem Sofitel Munich Bayerpost – mit seinem die Sinne inspirierenden Ambiente.

 

Olaf Hartmann, Acting Partner des Multisense Instituts, eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung des multisense® Forum und einer thematischen Einführung zum Kongressprogramm. Ausgehend von dem Menschen als multisensorisches Wesen betonte er: „Man kann nicht nicht multisensorisch kommunizieren. In dem Moment, in dem Sie ein Produkt haben, das man berühren kann, oder Verkaufsräume, einen Messestand bzw. einen Außendienst mit persönlichem Kundenkontakt, senden Sie automatisch – bewusst oder unbewusst – auf fast allen Sinneskanälen Signale. Die Frage ist nur, ob diese Signale bewusst in Ihrem Sinne gestaltet sind oder nicht?“

 

Dr. Christian Scheier (decode) betonte: "Wahrnehmung schlägt Nachdenken!"

Dr. Christian Scheier, der für namhafte Marken neuropsychologisch fundierte Marketingstrategien entwickelt, unterstrich in seiner Keynote, dass die Marken-Sinne nicht unabhängig voneinander definiert werden dürfen, sondern integriert eingesetzt werden müssen – der menschlichen Sinneswahrnehmung entsprechend. Denn nur so entfalten die sensorischen Botschafter einen „Wirkungsboost“.

 

Bei unseren (Kauf)Entscheidungen seien zwei Systeme involviert: das implizite bzw. der (unbewusste) Autopilot, der direkt von allen fünf Sinnen gesteuert wird, und das explizite, der (bewusste) Pilot, „begrenzt, langsam und faul“. Scheiers Quintessence: „Wahrnehmung schlägt Nachdenken“. Die Schlussfolgerung, z.B. für visuelle Kommunikation: „Nicht nur claimen, sondern zeigen!“

 

Die Workshops boten neben Wissenstransfer Weiterbildung mit allen Sinnen.

Wie man sinnliche Signale zielgruppengerecht und einander verstärkend definiert und implementiert, war das übergeordnete Thema der 15 nachfolgenden, hochkarätig besetzten Workshops. Ihr thematisches Spektrum reichte von Produktentwicklung und -design über Sound-Branding, Duftmarketing, Verpackung, POS-Architektur und Live-Kommunikation bis hin zu multisensorischen Texten, Vertrieb, Marken- und Patentrecht sowie Zielgruppenansprache nach neurowissenschaftlichen Erkenntnissen.

 

Ebenfalls im Fokus: Networking. Die neue Branche der Multisensorik formiert sich.

Überdurchschnittlichen Teilnehmerandrang verbuchten die Workshops „Sensory Branding – Strategien für die Entwicklung multisensorischer Markenidentitäten” (Ltg: Johannes Schneider / decode Marketingberatung) „Die 7 Hochgefühle und ihr Einfluss auf unser Kaufverhalten: Von Flagship Stores und inszenierten Marken” (Ltg: Christian Mikunda), „Texte zum Anbeißen: Das Kino im Kopf – Multisensorisches Texten für Produkt, Web und Print” (Ltg: ADC Vorstand Hans-Peter Albrecht / HP Albrecht Werbeagentur), „Mehrwert im Sinn – Multisensuales Marketing als strategischer Erfolgsfaktor im Wettbewerb des 21. Jahrhunderts “ (Ltg: Christiane Springer / Hochschule für Telekommunikation), „Limbic® Sensation: Die Bedeutung der Sinnesreize für Zielgruppensegmentierung” (Ltg:  Maria Elena Haller / Gruppe Nymphenburg Consult AG), „Scents of Seduction: Duftmarketing am Produkt und POS – Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren, Strategien “ (Ltg:  Bernd Schubert / Hochschule Harz und Patrick Hein / isi Institut für Sensorikforschung und Innovationsberatung) sowie „Hören, Sehen, Fühlen, Steuern: Multisensuelles Feedback im Produktdesign” (Ltg: Michael Haverkamp / Ford).

 

Begehrte Gesprächspartner: Auch die Fachaussteller inspirierten die Teilnehmer zum Einsatz multisensorischer Kommunikationsmedien. (Bildquelle aller eingesetzten Motive: Multisense Institut)

Zahlreiches Publikum fanden zudem die von Dr. Christian Mikunda kommentierten Führungen durch das multisensorische Ambiente des Sofitel.

 

Die Atmosphäre der Veranstaltung war rundum inspirierend: Man fand schnell ins Gespräch, genoss die Wohlfühlatmosphäre auf zwei Foyer-Ebenen mit exzellentem Catering und den warmen Ausklang eines Networking-Events, wie es ihn in diesem Land in dieser thematischen Dichte noch nicht gegeben hat.

 

Typische Kommentare der Teilnehmer waren „sehr gelungene Veranstaltung“, „tolle Referenten“, „fantastisches Ambiente!“ Ebenfalls begeistert waren die Besucher von den spannenden und hochkompetenten Ausstellern, die u.a. haptische Werbemedien und Duft-Strategien bis hin zu multisensorischen Gestaltungsmöglichkeiten am POS zeigten und erklärten.

 

Für 2012 steht die Weiterentwicklung der multisense®-Formate auf dem Programm.

 

->  Bilder des zweiten multisense®-Leitkongresses

 

multisense® Forum 16.11.2011

 

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-> Referentenprofile

 

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